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Befundgruppen

Die Befunde werden in verschiedenen Gruppen eingeteilt. Diese Befundgruppen sind in der sogenannten „Münchner Nomenklatur II“ genau definiert.

Gruppe I
Alle unauffälligen und dem Alter entsprechenden Befunde werden in dieser Gruppe eingeordnet.
Keine auffälligen Veränderungen, die als Hinweis auf einen Gebärmutterhalskrebs oder eine seiner Vorstufen gelten.

Gruppe II
Hierzu zählen solche Veränderungen, die zum Beispiel durch eine Entzündung oder Degeneration entstanden sind.

Hierbei handelt sich um gutartige Veränderungen, die als unauffällig eingestuft werden.

Die Befunde der Gruppe I und II bedeuten, dass im ausgewerteten Material keinerlei auffällige Veränderungen nachweisbar sind.

Gruppe III
Unklare oder auch zweifelhafte Befunde werden dieser Gruppe zugeordnet. Es handelt sich dabei meist um Abstriche, bei denen entzündliche oder degenerative Veränderungen so ausgeprägt sind, dass eine sichere Beurteilung leider nicht möglich ist. Ebenso können Veränderungen unklarer Herkunft vorliegen. Anhand des vorliegenden Materials ist somit eine sichere Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Veränderungen nicht möglich.
Es kann also auch keine eindeutige Aussage gemacht werden, ob Hinweise auf einen Gebärmutterhalskrebs oder eine seiner Vorstufen vorliegen.

Gruppe IIID
Man unterscheidet in dieser Gruppe auffällige Veränderungen die als Dysplasie leichten oder mässigen Grades beschrieben werden.
Derartige Veränderungen entsprechen einer Vorstufe eines Gebärmutterhalskrebses und sind in der Regel auf die Oberfläche des Muttermundes beschränkt.
In diesem Material findet sich jedoch kein Hinweis auf einen Gebärmutterhalskrebs.

Gruppe IVa
Dysplasien schweren Grades oder Carcinoma in situ werden dieser Gruppe zugeordnet. Auch dabei handelt es sich um Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses.
Die nachweisbaren Veränderungen sind ausgeprägter als jene, die in Gruppe IIID beschrieben werden, aber auch sie sind noch auf ein begrenztes Areal am Muttermund beschränkt.
Im vorliegenden Abstrich findet sich noch kein eindeutiger Hinweis auf einen Krebs des Gebärmutterhalses.

Gruppe V
Diese Gruppe umfasst alle Befunde bei denen im ausgewerteten Material auffällige Veränderungen nachweisbar sind, welche als Hinweis auf einen Gebärmutterhalskrebs gelten. Sie werden als invasive Carcinome beschrieben und es besteht der Verdacht, dass die vorliegenden Veränderungen damit begonnen haben, in das angrenzende gesunde Gewebe einzuwachsen.

 

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